Studium Generale
Auf dieser Seite finden Sie interessante Veranstaltungshinweise aus verschiedenen Fachbereichen der Universität zu Köln. Die Veranstaltungen sind in der Regel öffentlich und können auch ohne Zulassung als Gasthörer:in besucht werden.
Unser Tipp: Wenn Sie überlegen, ein Gasthörer- und Seniorenstudium aufzunehmen, sind die öffentlichen Ringvorlesungen eine gute Gelegenheit, sich mit der Universität vertraut zu machen.
Ringvorlesung: Literarische Mehrsprachigkeit – Europäische Identitätsbildung im Weltbezug
Leitung: PD Dr. Eva-Tabea Meineke
Wöchentliche Sitzungen: Dienstags, 17.45–19.15 Uhr
Beginn: 14. April 2026
Ort: Hörsaal E, Hörsaalgebäude, Universitätsstraße 35
Organisation: Romanisches Seminar
Eine Anmeldung ist sinnvoll!
Gasthörende, die an der Philosophischen Fakultät eingeschrieben sind, können sich über KLIPS 2.0 anmelden. Gasthörende, die an anderen Fakultäten eingeschrieben sind, wenden sich via E-Mail an die Lehrperson an emeineke(at)uni-koeln.de.
Im Zentrum der interdisziplinären Ringvorlesung steht die Frage, wie literarische Mehrsprachigkeit als ästhetische Strategie und kulturelle Praxis zur Verhandlung europäischer Identitäten im globalen Kontext beiträgt. Dafür soll es sowohl um historische als auch um gegenwärtige Perspektiven gehen, die zeigen, wie Stimmen in Literatur, Film, Theater oder digitalen Medien zwischen Sprachen, Kulturen und politischen Räumen navigieren und dadurch neue Formen des Selbst- und Weltbezugs eröffnen. Es geht um die Fragen, wie mehrsprachige Ausdrucksformen Migration, Globalisierung, regionale Vielfalt, Sprachwandel und transkulturelle Begegnungen reflektieren und welche Bedeutung sprachliche Pluralität für ein Europa spielt, das sich zunehmend über Diversität und kulturelle Vielstimmigkeit definiert.
Es handelt sich um eine Veranstaltung, die die Studierenden anspricht, aber auch für eine größere (Hochschul-)Öffentlichkeit geöffnet werden soll.
Ringvorlesung: Lateinamerika
Leitung: Prof. Dr. Debora Gerstenberger, Prof. Dr. Gersine Müller
Wöchentliche Sitzungen: Dienstags, 17.45–19.15 Uhr
Beginn: 14. April 2026
Ort: Seminarraum S11, Seminargebäude, Universitätsstraße 37
Organisation: ASPLA/CLAC
Eine Anmeldung ist sinnvoll!
Gasthörende, die an der Philosophischen Fakultät eingeschrieben sind, können sich über KLIPS 2.0 anmelden. Gasthörende, die an anderen Fakultäten eingeschrieben sind, wenden sich via E-Mail an die Lehrperson mail-clac(at)uni-koeln.de.
Die interdisziplinäre Ringvorlesung widmet sich den vielfältigen Vorstellungen, Praktiken und Aushandlungsprozessen von Zukunft im lateinamerikanischen Kontext. Sie bietet einen Rahmen, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen – sowohl von der Universität zu Köln als auch von externen Forschungseinrichtungen – in wöchentlich aufeinanderfolgenden Vorträgen reflektieren und analysieren, wie Zukunft in Lateinamerika gedacht, gestaltet und erlebt wird – etwa in indigenen Zukunftskonzeptionen, urbanen Protestbewegungen, künstlerischen Visionen oder digitalen Utopien.
Im Zentrum steht dabei das Spannungsfeld zwischen globalen Verflechtungen und lokalen Dynamiken: Wie entstehen in komplexen gesellschaftlichen und historischen Prozessen spezifische Zukunftsentwürfe? Welche Rolle spielen koloniale Kontinuitäten, ökologische Herausforderungen oder technologische Visionen in gegenwärtigen Vorstellungen des Kommenden? Und wie eröffnen kulturelle Ausdrucksformen – von Kunst und Literatur bis hin zu sozialen Bewegungen – alternative Zeitlichkeiten, die dominante Zukunftsnarrative infrage stellen?
Die Ringvorlesung lädt dazu ein, Zukunft nicht als universales Konzept, sondern als pluralen, historisch situierten und kulturell geprägten Prozess zu begreifen. Lateinamerika wird dabei zum Ausgangspunkt, um andere Perspektiven auf Zeit, Handlungsmacht und globale Zusammenhänge zu entwickeln – und neue Möglichkeitsräume des Denkens zu eröffnen.
Allgemeines zur „Ringvorlesung Lateinamerika“
Seit vielen Jahren veranstalten das Zentrum Lateinamerika (CLAC) und der Arbeitskreis Spanien-Portugal-Lateinamerika (ASPLA) der Universität zu Köln regelmäßig interdisziplinäre Ringvorlesungen zu kultur-, politik- und wirtschaftswissenschaftlichen Themen mit Lateinamerikabezug. Die Vortragsreihe richtet sich an Studierende aller Fakultäten der Universität zu Köln, an Gasthörer*innen, Lehrer*innen und Schüler*innen sowie die interessierte Öffentlichkeit und umfasst Beiträge ausgewiesener nationaler und internationaler Expert*innen verschiedener Fachbereiche.
Ringvorlesung: Intermedia
Leitung: Jun.-Prof. Dr. Michaela Kramer, Dr. Christina Vollmert
Zeit: Dienstag, 18.00–19.30 Uhr
Einzeltermine: 14. April, 21. April, 28. April, 5. Mai, 12. Mai, 19. Mai, 2. Juni, 9. Juni, 16. Juni, 23. Juni, 30. Juni, 7. Juli, 14. Juli und 21. Juli 2026
Ort: 216 Theater, Humanwissenschaftliche Fakultät, Gronewaldstraße 2
Organisation: Juniorprofessur für Kunst und Medienbildung
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!
Für Zugang zum ILIAS-Ordner wenden Sie sich per E-Mail an emilia.terodde(at)uni-koeln.de.
Der Studiengang Intermedia zeichnet sich durch inter- und transdisziplinäre Zugänge zu Fragen der Medienkultur, Mediengestaltung und Medienbildung aus. In der transdisziplinären Ringvorlesung des Master Intermedia werden solche Fragen explizit aus medien-, kultur- und kommunikationswissenschaftlichen wie auch medienpädagogischen, -didaktischen und -psychologischen Forschungsperspektiven aufgegriffen und mit Lehrenden, Studierenden und den externen, zum Vortrag geladenen Expert*innen diskutiert. Im Anschluss an die Vorträge wird regelmäßig Gelegenheit sein, miteinander ins fachliche Gespräch zu kommen und die eigenen Forschungsarbeiten der Studierenden zu inspirieren.
Ringvorlesung: Recht literarisch
Leitung: Prof. Dr. Anja Inge Schiemann
Zeit: Mittwoch, 18.00–19.30 Uhr
Einzeltermine: 22. April, 13. Mai, 3. Juni und 8. Juli 2026
Ort: Hörsaal II, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Organisation: Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminalpolitik
Es ist keine Anmeldung erforderlich!
Die Ringvorlesung „Recht literarisch“ widmet sich an vier Abenden dem Spannungsfeld von Recht und Literatur: von Fragen des Rechtsgüterschutzes in Harry Potter über strafrechtliche Motive im Cyberpunk bis hin zu literarischen Auseinandersetzungen mit dem NSU-Verfahren.
Neben analytischen Vorträgen stehen Lesungen und Autorinnengespräche im Mittelpunkt.
Ringvorlesung: Cologne Lectures in New Medical Humanities
Leitung: Erik N. Dzwiza-Ohlsen
Wöchentliche Sitzungen: Mittwochs, 18.00–19.30 Uhr
Beginn: 29. April 2026
Ort: Hörsaal G, Hörsaalgebäude, Universitätsstraße 35
Organisation: Philosophisches Seminar
Es ist eine Anmeldung erforderlich. Die Anmeldung richten Sie per E-Mail an new-medical-humanities(at)uni-koeln(dot)de.
Eine Teilnahme per ZOOM ist auch möglich. Den Zugangslink erhalten Sie bei der Anmeldung.
Der integrative Ansatz der Medical Humanities verbindet lebens-, human- und geisteswissenschaftliche Perspektiven auf Gesundheit, Krankheit und Wohlbefinden unter besonderer Berücksichtigung der Lebenswelt des Menschen. Die innovative Bewegung, die im amerikanischen und angelsächsischen Raum bereits erfolgreich etabliert ist, erobert derzeit auch den Diskurs hierzulande und in Europa.
Durch die Medical Humanities soll die Medizin als Wissenschaft und als Praxis angesichts von aktuellen Herausforderungen weiterentwickelt und bereichert werden – wie z. B. demographischer Wandel und Migration, Globalisierung und Pandemie, Pflegenotstand und Digitalisierung. Wie stellen sich die Medical Humanities diesem Anspruch?
Hierfür ist eine grundsätzliche Auseinandersetzung u.a. mit folgenden Fragen erforderlich:
- Wie kann es gelingen, Rahmenbedingungen wie z. B. juristische, ökonomische, soziale, kulturelle oder politische Faktoren stärker in der Medizin zu berücksichtigen?
- Was können Erkenntnisse über den Menschen, die in Disziplinen wie der Philosophie, Psychologie oder Soziologie gewonnen werden, zum medizinischen Diskurs beitragen?
- Stehen die Medical Humanities in Spannung mit der umfassenden Naturalisierung der Medizin?
- Wie verhalten sich die Medical Humanities zu parallelen Entwicklungen wie z. B. den Psychological Humanities oder den Health Humanities?
Diskutieren Sie mit!
Das aktuelle Programm können Sie nach Veröffentlichung auf folgender Website aufrufen:
https://husserl.phil-fak.uni-koeln.de/projekte/new-medical-humanities
Ringvorlesung: Connections– Von Verbindungen und Ermutigungen
Leitung: Karolin Kalmbach, Dr. Dirk Schulz
Wöchentliche Sitzungen: Donnerstags, 16.00–17.30 Uhr
Beginn: 16. April 2026
Ort: Hörsaal G, Hörsaalgebäude, Universitätsstraße 35
Organisation: GeStiK – Gender Studies Köln
Es ist keine Anmeldung erforderlich!
Gasthörende, die an der Philosophischen Fakultät eingeschrieben sind, können sich über KLIPS 2.0 anmelden und so Zugang zum ILIAS-Ordner erhalten. Gasthörende, die an anderen Fakultäten eingeschrieben sind, wenden sich via E-Mail an die Lehrperson.
Das derzeitige Weltgeschehen beschäftigt auch die Gender und Queer Studies. Als wissenschaftliches Feld, dass intersektional und mulidisziplinär arbeitet, das nicht nur geschlechter- und sexualpolitische Entwicklungen in den Blick nimmt, ist es durch die Vielzahl an krisenhaften Entwicklungen und Zuspitzungen, die sich weltweit ereignen, herausgefordert. Manche machen „Gender, Diversity, Inlusion“ sogar für die aktuellen Krisen mitverantwortlich.
Gleichwohl gibt es aus der Perspektive der intersektionalen Gender und Queer Studies, historisch gesehen, keinen Zeitraum, auf den gänzlich wohlwollend und zufrieden zurückgeschaut werden kann, keinen Moment, der retrospektiv als idealer Bezugspunkt und Sehnsuchtsort gelten kann, auch wenn es sich punktuell für einige so darstellte. Das Erkenntnisinteresse der Gender- und Queer Studies, so mag es erscheinen, ist die Analyse, Problematisierung und Bearbeitung des permanent Krisenhaften hin zu einer lebbareren Welt.
(Wissens)Archive sind für diese Art von Arbeit zentral. Im Nachdenken über mögliche Zukünfte ist die Frage, wie sich Wissenschaftler*innen, Queer-Feminist*innen, Aktivist*innen, ... vor Generationen unsere Gegenwart vorgestellt haben, entscheidend. Doch es gibt keineswegs eine Einigkeit darüber, wer heutzutage in den Kanon der bewegungsgeschichtlichen und wissenschaftlichen Ancestors gehört. Auch das gehört zum Selbst- und Wissenschaftsverständnis der Gender und Queer Studies. Gleichwohl gibt es Texte, Autor*innen, Filme und Zitate, auf die sich viele beziehen, die über Jahrzehnte hinweg die Wut über gesellschaftliche Ungerechtigkeit auf den Punkt bringen; die, auch wenn sie schon Jahrzehnte alt sind, auch heute noch Mut machen.
In dieser Ringvorlesung, die eine Kooperation von GeStiK und den Queer Studies in Künsten und Wissenschaft der KHM ist, wird in vielfältigen Beiträgen der Frage nachgegangen, welche Bedeutungen Wissen und Geschichte(n) für das Hier und Jetzt, aber auch für ein potentielles Morgen haben. Wie beziehen wir uns auf diejenigen, die vor uns gedacht und gekämpft haben? Wie gestalten sich vielstimmige Verbindungen, wenn es nicht nur um das Erinnern, sondern auch um Verlernen geht? Wie können alte Fragen aktualisiert und das Gemeinsame darin gehalten werden, trotz und mit allen Differenzen und Kontroversen?