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Arbeitskreise

Neben den Lehrveranstaltungen aus dem Onlinevorlesungsverzeichnis gibt es ein breit gefächertes Angebot, das jedes Semester speziell für Gasthörer:innen und Seniorstudierende zusammengestellt wird. Zur Teilnahme an den so genannten Arbeitskreisen müssen sich Gasthörer:innen nicht vorab gesondert anmelden. Der gültige Gasthörerausweis muss zu jeder Sitzung mitgebracht werden.

Medienwissenschaftliche Orientierung in der digitalen Transformation

Leitung: Prof. Dr. Stephan Packard
Zeit: Montags, 10.00–11.30 Uhr
Beginn: 20. Oktober 2025
Ort: Seminarraum S37,  SSC-Gebäude, Universitätsstraße 22a

Am 1. Dezember 2025 entfällt die Sitzung!

Es ist keine Anmeldung erforderlich! Voraussetzung für die Teilnahme ist ein gültiger Gasthörer:innenausweis. Bitte bringen Sie diesen zur ersten Sitzung mit.

Das Dozent:innenhonorar für diese Veranstaltung wird durch die Mitgliedsbeiträge des fgs finanziert.

Dieser Arbeitskreis arbeitet mit einem ILIAS-Ordner. Das Zugangspasswort erhalten Sie in der ersten Sitzung.
Den zugehörigen ILIAS-Kursordner finden Sie hier: https://www.ilias.uni-koeln.de/ilias/goto_uk_crs_6462642.html

Der ILIAS-Zugang im Gasthörerstudium ist ab dem Wintersemester 2025/26 für alle Arbeitskreise, Studienreihen und Studiengruppen durch ein einheitliches Passwort geschützt. Das Passwort wird Ihnen in den Auftaktsitzungen der Veranstaltungen von den Lehrpersonen mitgeteilt. Der Zugriff ist daher erst nach Auftakt der Veranstaltung möglich.

KI, beschleunigte Mediatisierung und fragmentierte Öffentlichkeiten fassen drei der Themen zusammen, in denen eine Neugestaltung unserer Lebensumwelt sich an verschiedenen Schnittstellen von Veränderungen beobachten lässt, die sich in Kommunikationsbedingungen konkretisieren. Dieser Arbeitskreis schließt an jüngste Arbeiten in der Medienwissenschaft an, um einen Zugang zur Orientierung in der „Postdigitalität“ zu gewinnen. Der jüngste Aufschwung der KI ist vor allem für die allgemeine Nutzung durch Laien bestimmt, in dem wir heute ins Gespräch mit einer KI treten oder sie Bilder und Videos generieren lassen können.

Veränderungen in der politischen Alltagspraxis – von Populismen bis zum Extremismus – werden ebenso häufig als Veränderungen in Kommunikationsstilen und -bedingungen, etwa auf sozialen Medien, im Dark Social und Dark Web der Messengerdienste, beobachtet: Wer Fake News, Deep Fakes, Verschwörungstheorien oder Dog-Whistling als Anzeichen einer politischen Veränderung beschreibt, zeigt im Wesentlichen eine Veränderung im Mediensystem auf. Eng damit verbunden ist die Rede von der Fragmentierung der demokratischen Öffentlichkeit, welche die Kohäsion, die politische Handlungsfähigkeit und Resilienz unserer Demokratie bedroht.

Diese Bündel von Zugängen haben gemeinsam, dass die untersuchten Phänomene sich nicht in medialen Veränderungen erschöpfen, aber je eine mediale Komponente als Symptom, Vehikel, Beitrag oder Folge weitreichender Transformationen einschließt. Hier wollen wir anschließen, indem Erkenntnisse und Methoden der Medienwissenschaft erläutert und diskutiert werden, was zum Verständnis der gegenwärtigen Veränderungen beitragen kann.

Der Arbeitskreis richtet sich an die Teilnehmenden des vorangehenden AKs zum ‚Mündigen Bürgertum in der digitalen Transformation‘, aber ebenso auch an alle anderen Interessierten und wird für beide Gruppen gleichermaßen zugänglich sein.  
 

Demokratiezeitzeugenschaft: Demokratiegeschichte verstehen, erleben und erinnern

Leitung: Dr. Anne Klein
Zeit: Dienstags, 16.00–17.30 Uhr
Beginn: 21. Oktober 2025
Ort: Seminarraum S37, SSC-Gebäude, Universitätsstraße 22a

Es ist keine Anmeldung erforderlich! Voraussetzung für die Teilnahme ist ein gültiger Gasthörer:innenausweis. Bitte bringen Sie diesen zur ersten Sitzung mit.

Dieser Arbeitskreis arbeitet mit einem ILIAS-Ordner. Das Zugangspasswort erhalten Sie in der ersten Sitzung.
Den zugehörigen ILIAS-Kursordner finden Sie hier: https://www.ilias.uni-koeln.de/ilias/goto_uk_crs_6459602.html

Der ILIAS-Zugang im Gasthörerstudium ist ab dem Wintersemester 2025/26 für alle Arbeitskreise, Studienreihen und Studiengruppen durch ein einheitliches Passwort geschützt. Das Passwort wird Ihnen in den Auftaktsitzungen der Veranstaltungen von den Lehrpersonen mitgeteilt. Der Zugriff ist daher erst nach Auftakt der Veranstaltung möglich.

Jürgen Habermas weist in einem nachdenklichen Beitrag in der Süddeutschen Zeitung im März 2025 darauf hin, dass in Europa entschlossen die Demokratie verteidigt werden muss. Mit Blick auf die USA betont er, dass „dieser neue autoritäre Herrschaftstyp keine Ähnlichkeit […] mit dem historisch bekannten Faschismus...“ habe. Der 96-jährige Philosoph meint damit, dass wir keine Matrize für die Analyse und Bewertung gegenwärtiger Entwicklungen haben. Hier bringt er etwas auf den Punkt, was die meisten von uns denken: die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts wird sich zwar nicht genau so wiederholen, aber trotzdem werden wir das Gefühl nicht los, dass das westliche Demokratieverständnis auf dem Spiel steht!

Diese Gegenwartsanalyse beinhaltet eine Aufforderung zum Nachdenken und Handeln: Erstens geht es darum, die aktuelle politische Entwicklung aufmerksam in den Blick zu nehmen, zweitens den gesellschaftlichen Austausch und Dialog zu fördern, und drittens ist es wichtig, einen Analyse- und wertebasierten Kompass als Orientierung und Handlungsanleitung zu erörtern. Um dies gut realisieren zu können, kann es sinnvoll sein, die Potentiale von „Demokratie-Zeitzeugenschaft“ systematisch einfließen zu lassen.

Auch der eingangs erwähnte Habermas spricht nicht nur als Gelehrter, sondern als Zeitgenosse und Zeitzeuge der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Diese Demokratie-Zeitzeugenschaft soll in diesem Arbeitskreis ernst genommen und ausgebaut werden. Gasthörer:innen können aufgrund ihrer Lebenserfahrung und ihrer beruflichen Expertise einen wertvollen Beitrag leisten zur Stärkung der freiheitlichen Demokratie heute. Dies wiederum verweist auf die Frage unseres Demokratieverständnisses, das es ebenfalls zu erörtern gilt. Habermas spricht sich in idealistischer Manier für den „zwanglosen Zwang des besseren Arguments“ aus und unterstreicht damit, dass Demokratie als Gesellschafts- und Lebensform essenziell auf Diversität, Humanität, Begegnung und Kommunikation angewiesen ist. 

Mathematisches Modellieren – Relevanz, Prozess, Beispiel

Leitung: Dr. Dr. Bruno Scheja
Zeit: Dienstags, 18.00–19.30 Uhr
Beginn: 21. Oktober 2025
Ort: Seminarraum S73, Philosophikum, Universitätsstraße 41

Es ist keine Anmeldung erforderlich! Voraussetzung für die Teilnahme ist ein gültiger Gasthörer:innenausweis. Bitte bringen Sie diesen zur ersten Sitzung mit.

Das Dozent:innenhonorar für diese Veranstaltungen wird durch die Mitgliedsbeiträge des fgs finanziert.

Dieser Arbeitskreis arbeitet mit einem ILIAS-Ordner. Das Zugangspasswort erhalten Sie in der ersten Sitzung.
Den zugehörigen ILIAS-Kursordner finden Sie hier: https://www.ilias.uni-koeln.de/ilias/goto_uk_crs_6463109.html

Der ILIAS-Zugang im Gasthörerstudium ist ab dem Wintersemester 2025/26 für alle Arbeitskreise, Studienreihen und Studiengruppen durch ein einheitliches Passwort geschützt. Das Passwort wird Ihnen in den Auftaktsitzungen der Veranstaltungen von den Lehrpersonen mitgeteilt. Der Zugriff ist daher erst nach Auftakt der Veranstaltung möglich.

Mathematisches Modellieren stellt eine zentrale Verbindung zwischen der Mathematik und realen Situationen her. In dieser Veranstaltung geht es darum, die Relevanz mathematischen Modellierens für Schule, Alltag und Wissenschaft zu erkennen, typische Modellierungsprozesse nachzuvollziehen und selbst aktiv zu gestalten.

Nach einer kurzen Wiederholung grundlegender Konzepte aus Teilgebieten wie Algebra, Stochastik und Analysis liegt der Schwerpunkt auf der aktiven Auseinandersetzung mit dem Modellierungsprozess. Die Teilnehmer:innen entwickeln eigene mathematische Modelle, wenden diese auf reale Problemstellungen an und überprüfen sie hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit und Aussagekraft.

In Partner- und Gruppenarbeiten erarbeiten die Teilnehmenden beispielhafte Anwendungen, reflektieren Modellierungsentscheidungen und diskutieren Grenzen mathematischer Modelle. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für den gesamten Modellierungsprozess zu entwickeln – von der Problemstellung bis zur kritischen Bewertung der Ergebnisse.

Thomas Manns Werk im Spiegel seiner Novellen und Essays: Von ‘Enttäuschung’ (1896) bis ‘Die Betrogene’ (1953)

Leitung: Priv.-Doz. Dr. Rolf Füllman
Zeit: Mittwochs, 16.00–17.30 Uhr
Beginn: 22. Oktober 2025
Ort:  Seminarraum S37, SSC-Gebäude, Universitätsstraße 22a

Es ist keine Anmeldung erforderlich! Voraussetzung für die Teilnahme ist ein gültiger Gasthörer:innenausweis. Bitte bringen Sie diesen zur ersten Sitzung mit.

Das Dozent:innenhonorar für diese Veranstaltungen wird durch die Mitgliedsbeiträge des fgs finanziert.

Dieser Arbeitskreis arbeitet mit einem ILIAS-Ordner. Das Zugangspasswort erhalten Sie in der ersten Sitzung.
Den zugehörigen ILIAS-Kursordner finden Sie hier: https://www.ilias.uni-koeln.de/ilias/goto_uk_crs_6460564.html

Der ILIAS-Zugang im Gasthörerstudium ist ab dem Wintersemester 2025/26 für alle Arbeitskreise, Studienreihen und Studiengruppen durch ein einheitliches Passwort geschützt. Das Passwort wird Ihnen in den Auftaktsitzungen der Veranstaltungen von den Lehrpersonen mitgeteilt. Der Zugriff ist daher erst nach Auftakt der Veranstaltung möglich.

Beginnen soll der Überblick zu Thomas Mann nach der Klärung von Fragen zu Gattung und Biographie mit der frühen Novelette Enttäuschung, einer Abrechnung mit dem klassischen Bildungskanon. In Beim Propheten kritisiert der Autor dann erstmals den dämonischen Führerkult, während er in seiner frühen Künstlernovelle Der Wille zum Glück seine Ehe mit Katia Pringsheim visionär vorwegnimmt. Eine selbstbewusste Frauengestalt steht ebenso in der frühen Kurznovelle Gerächt im Fokus, während Das Eisenbahnunglück besagte unerhörte Begebenheit thematisiert.

Der Tod in Venedig präsentiert des weiteren Unerhörtes im erotischen Sinne, während der Essay Von deutscher Republik die demokratische Kehrtwende des Autors im Jahre 1922 markiert. Republikanisch sind dann auch die Jugendkulturen der 20er Jahre, die in Unordnung und frühes Leid fokussiert werden. Von jener Zeit handelt noch Die Betrogene, gleichsam ein Tod in Düsseldorf.


Literatur zur Einführung:

Andreas Blödorn/Marx, Friedhelm: Thomas Mann-Handbuch. 2. Auflage. Berlin 2025.
Dieter Borchmeyer: Thomas Mann. Werk und Zeit. Frankfurt/Main 2023.
Rolf Füllmann: Einführung in die Novelle. WBG. Darmstadt 2010.
Rolf Füllmann: Thomas Mann. Literatur kompakt Bd. 18. Baden-Baden 2021.

Das globale Finanzsystem – Endlich stabil?

Leitung: Dr. Markus Demary
Zeit: Donnerstag, 10.00–11.30 Uhr
Beginn: 23. Oktober 2025
Ort:  Hörsaal F, Hörsaalgebäude, Universitätsstraße 35
*Vorsicht: Raumwechsel! Die Veranstaltung findet nicht, wie ursprünglich angekündigt, im Raum S 35 im SSC-Gebäude statt, sondern im (größeren) Raum Hörsaal F im Hörsaalgebäude!

Es ist keine Anmeldung erforderlich! Voraussetzung für die Teilnahme ist ein gültiger Gasthörer:innenausweis. Bitte bringen Sie diesen zur ersten Sitzung mit.

Das Dozent:innenhonorar für diese Veranstaltungen wird durch die Mitgliedsbeiträge des fgs finanziert.

Dieser Arbeitskreis arbeitet mit einem ILIAS-Ordner. Das Zugangspasswort erhalten Sie in der ersten Sitzung.
Den zugehörigen ILIAS-Kursordner finden Sie hier: https://www.ilias.uni-koeln.de/ilias/goto_uk_crs_6462343.html

Der ILIAS-Zugang im Gasthörerstudium ist ab dem Wintersemester 2025/26 für alle Arbeitskreise, Studienreihen und Studiengruppen durch ein einheitliches Passwort geschützt. Das Passwort wird Ihnen in den Auftaktsitzungen der Veranstaltungen von den Lehrpersonen mitgeteilt. Der Zugriff ist daher erst nach Auftakt der Veranstaltung möglich.

Über fünfzehn Jahre sind nun seit dem Ausbruch der globalen Finanzmarktkrise vergangen. Wie ist es dazu gekommen und welche Konsequenzen hatte das im Bereich der Banken- und Finanzmarktregulierung? Wie hat sich das globale Finanz- und Währungssystem seitdem entwickelt, wie stabil ist es? Und welche Rolle spielen inzwischen Kryptowährungen und die US-Geldpolitik? Wie funktioniert das globale Währungs- und Finanzsystem überhaupt? Diesen Fragen widmet sich der einführende Arbeitskreis. Dabei werden folgende Themen abgehandelt:

  1. Welche Faktoren begünstigten die Globale Finanzmarktkrise in den Jahren 2008 und 2009?
  2. Warum benötigen Banken Eigenkapital?
  3. Wie kann eine instabile Bank vom Markt genommen werden und wer soll die Verluste einer Bank tragen?
  4. Wie kam es zur Banken- und Staatsschuldenkrise im Euroraum?
  5. Target-Salden: Gefährlich oder harmlos?
  6. Gibt es eine globale Ersparnisschwemme?
  7. Warum führten Corona-Pandemie und Energiekrise nicht zu einer Bankenkrise?
  8. Wie funktioniert der elektronische Zahlungsverkehr?
  9. Was sind Kryptowährungen und wer sind die Investor:innen?
  10. Wie sind Kryptowährungen reguliert? Welche Gefahren gehen von Kryptowährungen aus?
  11. Welche Bedeutung hat der US-Dollar und die US-Verschuldung für die globale Finanzmarktstabilität?
  12. Grüne Finanzierungen: Die nächste Finanzmarktblase?
Philosophische Dialogwerkstatt: In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Leidhold
Zeit: Donnerstags, 16.00–17.30 Uhr
Beginn: 23. Oktober 2025
Ort: Seminarraum S21, Seminargebäude, Universitätsstraße 37

Eine Anmeldung ist erforderlich: Die Anmeldung richten sie per E-Mail an gasthoerer-studium@uni-koeln.de.

Teilnehmer:innenbegrenzung: 24

Das Dozent:innenhonorar für diese Veranstaltungen wird durch die Mitgliedsbeiträge des fgs finanziert.

Dieser Arbeitskreis arbeitet mit einem ILIAS-Ordner. Das Zugangspasswort erhalten Sie in der ersten Sitzung.
Den zugehörigen ILIAS-Kursordner finden Sie hier:  https://www.ilias.uni-koeln.de/ilias/goto_uk_crs_6461339.html

Der ILIAS-Zugang im Gasthörerstudium ist ab dem Wintersemester 2025/26 für alle Arbeitskreise, Studienreihen und Studiengruppen durch ein einheitliches Passwort geschützt. Das Passwort wird Ihnen in den Auftaktsitzungen der Veranstaltungen von den Lehrpersonen mitgeteilt. Der Zugriff ist daher erst nach Auftakt der Veranstaltung möglich.

Ein Seminar zur Praxis des Philosophierens anhand eigener Erfahrungen

In einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen stellt sich die Frage nach der Zukunft unseres Zusammenlebens mit neuer Dringlichkeit: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Dieses Seminar lädt dazu ein, sich dieser Frage nicht nur mit philosophischer und wissenschaftlicher Literatur, sondern auch mit den eigenen Erinnerungen, Erfahrungen und gemeinsamem Nachdenken zu nähern. Die Philosophische Dialogwerkstatt ermutigt die Teilnehmer:innen, eine eigenständige Praxis des Philosophierens zu entwickeln.


Vorgehensweise, Werkzeuge und Methode

Im Zentrum steht die aktive Teilnahme am philosophischen Gespräch. Anders als in klassischen Seminaren zielt unsere Vorgehensweise also nicht primär auf die Rezeption philosophischer Lehren, sondern auf das eigene Fragen, Denken und Reflektieren. Als wichtigstes Werkzeug dient ein philosophisches Journal, das die Teilnehmer:innen als persönliches Denk- und Reflexionsbuch führen.


Als Methode dient die anamnetische Reflexion

Wir greifen zurück auf unsere eigenen Erfahrungen, als erste Ebene dienen dazu Erfahrungen, die uns in Kindheit und Jugend geprägt haben, und untersuchen, welche philosophischen Fragen und welche Werte darin angelegt sind – ganz im Sinne der Erinnerungsarbeit, wie sie Eric Voegelin in seiner Schrift „Anamnesis“ entwickelt hat. Als Beispiele dienen daher die entsprechenden Stücke aus „Anamnesis“ sowie die Adaption seiner Methode in meinen Texten. Als zweite Ebene kommen die Erfahrungen hinzu, die wir aktuell in unserer Gesellschaft machen. Diese Erinnerungsarbeit und der Vergleich der beiden Ebenen bildet die Basis für den Dialog im Seminar. Sie wird ergänzt durch ausgewählte Texte klassischer und zeitgenössischer Philosophinnen und Philosophen.


Thematische Fokussierung

Unsere Zukunft als gemeinsame Frage: Die übergreifende Leitfrage lautet: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Was ist uns – persönlich wie gemeinschaftlich – wichtig? Was möchten wir bewahren, was verändern? Welche Werte und Institutionen tragen unser Miteinander? Was fehlt? 
Diesen Fragen nähern wir uns ausgehend von eigenen Erfahrungen, persönlichen Erinnerungen und dem gemeinsamen Dialog. Klassische und aktuelle philosophische Texte – u. a. von Hannah Arendt, Aristoteles, John Locke, Friedrich August von Hayek, Alasdair MacIntyre – können die Auseinandersetzung ergänzen. Ziel ist es eine Haltung des selbständigen Denkens und Fragens zu kultivieren und neue Perspektiven für das eigene Verhältnis zur Gesellschaft zu gewinnen. Wohin wird uns die Dialogwerkstatt führen?


Hinweis

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Neugier und die Bereitschaft zur offenen, persönlichen Reflexion genügen. Bitte bringen Sie zum ersten Termin ein frisches Journal, Heft, Block o. ä. mit.