Es handelt sich um öffentliche Veranstaltungen. Gäste sind herzlich willkommen! Als Gast melden Sie sich bitte unter gasthoerer-studium(at)uni-koeln.de an. Eingeschriebene Gasthörer:innen brauchen keine Anmeldung.
Vortragsveranstaltungen und Diskussionen
Kann der Generationenvertrag in der Gesetzlichen Rentenversicherung gerettet werden?
Leitung: Prof. Dr. Steffen J. Roth
Termin: Donnerstag, 25. Juni 2026, 18.00–19.30 Uhr
Ort: Hörsaal VIII, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
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Dass die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) unter Druck steht, ist sicher keine Neuigkeit. Neu ist allenfalls, dass jüngere Abgeordnete Einspruch erheben, während der Großteil der etablierten Politikerinnen und Politiker echte Reformen auf die lange Bank schiebt. Wir werden sehen, worum der aktuelle Streit um die „Haltelinie“ ging und wieso dieser Streit illustriert, wie die Logik der Politik einer echten Reform entgegensteht, solange die Wählerinnen und Wähler den Ernst der Lage nicht sehen.
Wir wollen versuchen, die emotionalen Debatten um „gerechte Renten“ im Allgemeinen, „ungerecht geringe Renten“ im Besonderen und die „Generationengerechtigkeit“ generell aus der Debatte herauszunehmen, um klarer zu sehen. Dann werden wir klären, wie die im Umlageverfahren organisierte GRV funktioniert und welche Anpassungsmöglichkeiten das System folglich bietet. Mit etwas gutem Willen lässt sich der Generationenvertrag retten.
Wie bleibt das Gehirn im Alter gesund? Die Geheimnisse der Super-Ager
Leitung: Prof. Dr. Thilo van Eimeren
Termin: 15. Juli 2026, 16.00–18.00 Uhr
Ort: ZOOM-Vortrag
Es handelt sich um eine öffentliche Veranstaltung im Rahmen der bundesweiten Online-Ringvorlesung. Gäste sind herzlich willkommen! Das komplette Programm mit allen Terminen und Vorträgen sowie die ZOOM-Zugangsdaten finden Sie hier: https://online-ringvorlesung.de/
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Das Dozent:innenhonorar für diese Veranstaltung wird aus den Mitgliedsbeiträgen des fgs finanziert.
Der Vortrag ist ein Beitrag im Rahmen der bundesweiten Online-Ringvorlesung der „Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung Älterer“ (BAGWiWA) zum Thema „Gesundheit im Wandel. Interdisziplinäre Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft“. Eine Teilnahme daran ist ohne Anmeldung möglich.
Warum bleiben manche Menschen auch im hohen Alter geistig und körperlich erstaunlich fit? Forschungen zu sogenannten „Super-Agern“ zeigen, dass das Gehirn über eine bemerkenswerte Widerstandskraft verfügt. Der Vortrag beleuchtet aktuelle Erkenntnisse zur gesunden Hirnalterung und zu Alzheimer- und Parkinson-Erkrankungen. Im Mittelpunkt stehen Faktoren, die das Gehirn schützen und stärken können – etwa Bewegung, Schlaf, geistige Aktivität, soziale Teilhabe und neuronale Netzwerke. Was lässt sich daraus für Prävention und ein selbstbestimmtes Altern lernen? Ein wissenschaftlich fundierter Einblick in die Möglichkeiten, die Gehirngesundheit bis ins hohe Alter zu unterstützen.
Vortragsreihe Biodiversität
Von globalen bis lokalen Herausforderungen und Lösungen
Biodiversität umfasst die gesamte Vielfalt des Lebens auf der Erde – von der Vielfalt der Arten, der genetischen Vielfalt innerhalb der Arten bis hin zur Vielfalt der Ökosysteme, wie Wälder, Meere und Wiesen. Eine hohe Biodiversität ist die Grundlage für gesunde Naturkreisläufe, saubere Luft und Nahrung. Und ein artenreiches System erweist sich als widerstandsfähiger gegenüber Umweltveränderungen. Die biologische Vielfalt ist also eine wichtige Lebensgrundlage für uns alle. Auch wenn wir die Insekten auf unseren Wiesen (und Windschutzscheiben) vermissen und sich die Meldungen über vom Aussterben bedrohter Arten häufen, sind uns das Ausmaß und die Folgen des Verlustes der Biodiversität oft nicht bewusst. In dieser Vortragsreihe soll eine Einführung über das Spektrum von globalen bis lokalen Herausforderungen wie auch Lösungen gegeben werden.
Gemeinsam aus der Biodiversitätskrise – von internationalen Verhandlungen zu globalen, nationalen und lokalen Lösungen
Leitung: Prof. Dr. Josef Settele
Termin: Donnerstag, 28. Mai 2026, 18.00–19.30 Uhr
Ort: Hörsaal VIII, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
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Der Klimawandel entscheidet darüber, WIE wir leben […]. Der Artenschwund entscheidet, OB wir leben.“ Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese Mit diesem Zitat könnte man das Spannungsfeld beider Krisen kurz umschreiben. Die Klimakrise ist inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen, nicht zuletzt, da sie schon ihre realen Vorboten auch zu uns in die Regionen vor Ort schickt. Die Biodiversitätskrise führt dagegen in der öffentlichen und politischen Wahrnehmung noch ein Schattendasein, obwohl deren Auswirkungen eher noch kritischer zu sehen sind. Dabei haben auf kommunaler Ebene alle Akteure, vom Bürgermeister über die Gemeinderäte, die Verwaltungen und die Praktiker einen großen Einfluss, wie sich dies regional auswirkt. Und auf höherer Ebene ist die Landes-, Bundes-, EU- und schließlich globale Politik gefragt, um entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Vortrag zielt darauf ab, Hintergrundwissen zur Lage und zu Handlungsoptionen zu geben, die nicht nur die Akteure und Entscheider in der Hand haben, sondern auch wir Bürgerinnen und Bürger.
Köln: Freiluft Labor der Pflanzen - Wie passt sich die Acker-Schmalwand, eine kleine Pflanze zwischen unseren Pflastersteinen, an den Klimawandel an?
Leitung: Prof. Dr. Juliette de Meaux
Termin: 11. Juni 2026, 18.00–19.30 Uhr
Ort: Hörsaal VIII, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
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Die Acker-Schmalwand ist seit Jahrzehnten ein Studienobjekt in den Laboren der Pflanzenforschung. Aber sie lebt auch in unserer Stadt, auf Feldern und in Straßen. Weil die Pflanze auf molekularer Ebene so gut erforscht ist, kann ihre Anpassung an veränderte Umweltbedingungen in der Natur wichtige Informationen über den Wandel der Biodiversität generell geben. Können wir Anpassungen an die Ökologie der Stadt selbst beobachten? Und wie schnell entwickeln sich angepasste Populationen in unsere Straßen.
Der Vortrag baut auf Erkenntnissen aus dem Trans-Regio Forschungsverbund TRR341 Plant Ecological Genetics sowie aus dem Bürgerwissenschaftsprojekt Pflanzen Umwelt Klima Interaktion (PUKI) auf.
Vom Komposthaufen in die Apotheke: Wie Bodenbakterien dabei helfen, Antibiotikaresistenzen zu bekämpfen
Leitung: Prof. Dr. Rolf Müller (Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland)
Termin: 16. Juli 2026, 18.00–19.30 Uhr
Ort: Hörsaal VIII, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
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Die zunehmende Verbreitung von Antibiotikaresistenzen stellt eine der größten Herausforderungen der modernen Medizin dar. Seit Jahrzenten etablierte Antibiotika verlieren zunehmend an Wirksamkeit und neue resistenzbrechende Wirkstoffe werden dringender benötigt denn je. Die mikrobielle Diversität der Böden stellt dabei eine bislang unzureichend erforschte Ressource dar. Im Boden lebende Myxobakterien gelten aufgrund ihrer räuberischen Lebensweise als vielversprechende Produzenten neuer bioaktiver Naturstoffe, die einen wertvollen Ausgangspunkt für die Entwicklung antibakterieller Wirkstoffe bieten.
Im Rahmen des Vortrages werde ich die folgenden Fragen adressieren: Warum gibt es kaum neue Wirkstoffe gegen Infektionserkrankungen und wie können uns Myxobakterien aus dem Boden dabei helfen, neue Antiinfektiva zu finden? Welches Potenzial besitzen diese Substanzen für die klinische Anwendung? Und welche Hürden bestehen auf dem Weg vom Bodenökosystem zur Entwicklung eines Medikaments?