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Citizen-Science-Projektgruppen

Citizen-Science-Projektgruppen sind selbstorganisierte Projektgruppen von Gasthörer:innen, die zu einem Thema forschend aktiv sind. Eine wissenschaftliche Begleitung durch Fachexpert:innen wird von der KOOST organisiert.

Hier finden Sie mehr zum Konzept und den Ergebnissen aus den Citizen-Science-Projektgruppen im Gasthörer- und Seniorenstudium der Universität zu Köln.

Literarische Bilder unserer Zeit

Leitung: Dr. Ursula Pietsch-Lindt (Wiss. Begleitung)
Zeit: Montags, 12.00–13.30 Uhr
Beginn: 20.April 2026
Ort: Seminarraum S233, COPT-Gebäude, Luxemburgerstraße 90

Anmeldung erforderlich! Die Anmeldung richten Sie bis zum 15. April 2026 per E-Mail an Lmiliopo(at)uni-koeln.de. Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an.

Die Projektgruppe befasst sich vornehmlich mit Romanen, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden, und analysiert sie mit literaturwissenschaftlichen Methoden, die auch neuere Entwicklungen der wissenschaftlichen Forschung berücksichtigen. Hierbei wird sie von Frau Dr. Pietsch-Lindt als wissenschaftlicher Begleitung unterstützt.

Ziel ist es, die Ergebnisse der gemeinsamen Analyse von literarischen und theoretischen Texten im Internet, durch Vorträge und Publikationen zu veröffentlichen. Arbeitsergebnisse werden auf der Website der Projektgruppe www.literarische-bilder-unserer-zeit.uni-koeln.de veröffentlicht. Dort gewinnen Sie einen Einblick in die bisherige Arbeit. 

Während der beiden letzten Semester hat sich die Gruppe mit dem Roman Empusionvon Olga Tokarczuk auseinandergesetzt und ihn mit Thomas Manns Zauberberg als dem Ausgangswerk und den aktuellen Romanen Zauberberg 2 von Heinz Strunk und Heilung vonTimon Karl Kaleyta verglichen.

Für das Sommersemester sieht die Planung die Auseinandersetzung mit „Wendeliteratur“ vor. Dabei ist die Auswahl aus dem reichen Angebot der möglichen Literatur zum Thema auf Lukas Rietzschels Roman Raumfahrer und Ingo Schulzes Die rechtschaffenen Mörder gefallen, die sich beide deutlich mit dem Aspekt der „Wende“ auseinandersetzen. Es können sich auch Rückgriffe auf Literatur zum Thema ergeben, die die Gruppe schon gelesen hat.

Befassen Sie sich gern mit Literatur und tauschen sich mit anderen darüber aus? Dann sind Sie sind bei uns richtig und herzlich willkommen. Es erleichtert das Einsteigen, wenn Sie die o.g. Romane zu Beginn des Semesters bereits gelesen haben.

Lernen im Alter(n) – Motivationen, Wirkungen, Widerstände

Leitung: Prof.in Dr. Eva-Maria Rottlaender (Wiss. Begleitung)
Zeit: Dienstags, 14.00–15.30 Uhr
Beginn: 21. April 2026
Ort: Seminarraum S233, COPT-Gebäude, Luxemburgerstraße 90

Geschlossene Gruppe (gegenwärtig keine Anmeldung möglich)

Die Citizen Science Projekt Gruppe „Lernen im Alter(n)“ erforscht durch eine qualitative Interviewstudie Lernprozesse von Menschen in der nachberuflichen Lebensphase im Kontext von Lebensbewältigung und Alltagsgestaltung. 

Die Datenauswertung ist nun weitestgehend abgeschlossen und die Präsentation der Ergebnisse u.a. auf der Projektseite der KOOST und in Form wissenschaftlicher Publikationen wird aktuell vorbereitet.

Faszination Kino – Analyse ausgewählter Spielfilme

Leitung: Florian Höhr (Wiss. Begleitung)
Zeit: Mittwochs, 10.00–11.30 Uhr
Beginn: 22. April 2026
Ort: Seminarraum S224, Modulbau Weyertal, Weyertal 119a

Anmeldung erforderlich! Die Anmeldung richten Sie bis zum 20. April 2026 per E-Mail an Lmiliopo(at)uni-koeln.de. Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an.

Die Projektgruppe hat sich bisher vorzugsweise mit Filmen beschäftigt, die vor nicht allzu langer Zeit herausgekommen sind. Sie werden mit filmwissenschaftlichen Methoden analysiert und Arbeitsergebnisse veröffentlicht. Texte entstehen zu bestimmten Themen oder Aspekten des Films, die in der Gruppe bearbeitet und auf der Wiki-Seite der Gruppe https://wiki.uni-koeln.de/!analyse-aktueller-spielfilme veröffentlicht werden, oder es werden andere Anlässe zur Veröffentlichung der Arbeitsergebnisse gesucht. Herr Florian Höhr, Programmdirektor des Nippon Connection Film Festivals, bietet die wissenschaftliche Begleitung an.

Die Gruppe besteht seit längerer Zeit und hat bei der Auswahl der Filme Themenschwerpunkte gesetzt. Dabei hat sie sich mit der Filmentwicklung in verschiedenen Ländern, z.B. Iran und Japan, befasst oder auch mit unterschiedlichen Genres. Im Wintersemester 2025/26 lag der Schwerpunkt auf dem Thema „Liebe“ in der Darstellung unterschiedlicher Epochen und auch Genres. Ein besonderer Aspekt der Filmauswahl war dabei die Frage nach den „anderen Orten“ oder Heterotopien, an denen die Handlung angesiedelt war.

Für das Sommersemester will die Gruppe den Vergleich mehrerer Filme fortführen und den „weiblichen Blick“ erkunden, den Regisseurinnen als andere Sicht auf das Geschehen und in der Filmgestaltung entwickeln. Dazu haben wir uns die Filmemacherin Ildiko Enyedi mit ihren drei Filmen ausgewählt: Körper und Seele, Die Geschichte meiner Frau und Silent Friend.

Für die Teilnahme an der Projektgruppe wäre es sinnvoll, die Filme bis zum Beginn des Semesters gesehen zu haben

Grundlagen unserer gemeinsamen Arbeit sind folgende Fachbücher: 

Benjamin Beil u.a.: Studienhandbuch Filmanalyse. Ästhetik und Dramaturgie des Spielfilms, 2. Aufl. Paderborn 2016

Werner Faulstich: Grundkurs Filmanalyse, 3. Auflage, Stuttgart 2013

Knut Hickethier: Film – und Fernsehanalyse, 5. Aufl., Stuttgart 2012

Helmut Korte: Einführung in die systematische Filmanalyse, 4. Aufl. Berlin 2010. 

Das letzte Jahrhundert der alten Kölner Universität – Professoren, Studenten, Lehre: Niedergang oder Modernisierung?

Leitung: Dr. Wolfgang Rosen (Wiss. Begleitung)
Wissenschaftliche Kooperation: Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität zu Köln
Zeit: Mittwochs, 16.00–17.30 Uhr
Beginn: 22. April 2026
Ort: Seminarraum S76, Philosophikum, Universitätsstraße 41

Anmeldung erforderlich! Die Anmeldung richten Sie bis zum 20. April 2026 per E-Mail an Lmiliopo(at)uni-koeln.de. Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an.

1798 wurde die 1388 gegründete Universität zu Köln von der seit 1794 in der Domstadt bestehenden französischen Verwaltung aufgehoben. Damit endete eine über 400-jährige Geschichte der Alma Mater in der Rheinmetropole. Die 1388 gegründete Universität war die älteste von einer Stadt ins Leben gerufene und unterhaltene Bildungseinrichtung in Nordwesteuropa und einer der ältesten im Heiligen Römischen Reich.

Wie ist es dazu gekommen, und welche Vorgeschichte gab es? Lagen die Ursachen – wie so oft behauptet wird – in einer großen Rückständigkeit der Kölner Uni gerade im Vergleich zu Bildungseinrichtungen wie etwa der Max‘schen Akademie in Bonn? Wie haben die Studenten auf die Schließung reagiert?

Um diese Aspekte zu klären, muss man weiter zurückgehen in das 18. Jh. und u. a. fragen: Welche Lehrinhalte wurden vermittelt - waren diese zeitgemäß? Welche Professoren lehrten in Köln - wie gut war das Lehrpersonal? Wie haben sich die Studenten verhalten - gab es genug und qualifizierten Nachwuchs? Gab es unangepasstes Benehmen? War die Organisation der Universität auf einen guten Stand?

Bislang unbearbeitete Quellen aus dem Kölner Stadtarchiv zeigen diese Prozesse wie in einem Brennglas. Hierfür sollen entsprechende Archivalien gesichtet, erfasst, transkribiert und ausgewertet werden. Vorkenntnisse im Lesen alter Schriften (u. a. Kurrentschrift) sind wünschenswert, können aber auch im Rahmen der Projektgruppenarbeit erworben und eingeübt werden.  

Im Mittelpunkt stehen die Sichtung und Auswertung von Quellen aus dem Historischen Archiv der Stadt Köln im Hinblick auf die Entwicklung der Geschichte der Rheinmetropole. Auf diese Weise können die politischen wie auch die sozial- und bildungsgeschichtlichen Ebenen dieser wichtigen Umbruchphase erstmals mithilfe bislang noch kaum bearbeiteten Quellenmaterials beleuchtet werden.