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Digitales Ersatzprogramm im Gasthörer- und Seniorenstudium – gegen geistige Quarantäne (Für alle)

 

Dank vieler positiver Rückmeldungen ehemaliger Dozent*innen des Gasthörer- und Seniorenstudiums, aber auch neuer Interessent*innen für diese Aufgabe, konnten wir ein digitales Semesterprogramm für dieses besondere Sommersemester zusammenstellen.

Die meisten Angebote richten sich an zugelassene Gasthörer*innen, da uns doch recht viele von Ihnen geschrieben haben, dass Sie weiter zugelassen sind – trotz der veränderten Bedingungen.

Einen Teil davon möchten wir jedoch auch allen anderen Gasthörer*innen und Interessierten zugänglich machen. Dies ist gewissermaßen unser gesellschaftlicher Beitrag gegen geistige Quarantäne, Langeweile und Universitäts-Heimweh.

Die Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit hat für das Programm zwei Formate vorgesehen. Zum einen finden Sie wöchentlich stattfinde Zoomsitzungen (ähnlich aufgebaut wie Arbeitskreise, nur digital). Diese bedürfen einer Zulassung für das Sommersemester.

Zum zweiten können Sie aufgezeichnete Vorträge zu unterschiedlichen Themen während des Sommersemesters ansehen. Diese Vorträge sind allgemein zugänglich. Im Anschluss daran bieten wir die Gelegenheit, zu den Vortragsthemen mit dem/r Dozent*in in einen Austausch zu kommen – entweder über Zoom-Meetings oder über einen schriftlichen Chat in Ilias. Dieser Teil ist wieder begrenzt auf zugelassene Gasthörer*innen. Hilfe beim Umgang mit der Plattform Ilias, finden Sie hier in unserem Schulungsmaterial ab Seite 23.

Unser studentischer Mitarbeiter, Phillippe Scholten, hat Ihnen eine umfangreiche Anleitung zu Zoom zusammengestellt. Bei der folgenden Datei handelt es sich um eine Einführung in die grundlegenden Funktionen von Zoom, um an Video-Meetings teilnehmen zu können. Die Datei enthält einen Überblick zu Zoom, Informationen zur Nutzung von Zoom an der Universität zu Köln und eine ‚Zoom-Etikette‘ für Video-Meetings. Den Großteil der Einführung nimmt eine Klickanleitung ein, die Ihnen den Beitritt zu einem Zoom-Meeting und die wichtigen Einstellungen/Funktionen Schritt für Schritt erklärt.

Sollten Sie darüber hinaus Hilfe bei Zoom benötigen, empfehlen wir Ihnen die Homepage des Zoom-Supports. Hier gibt es viele Antworten und Lösungen zu Fragen und Problemen sowie kurze Videos, die Ihnen einzelne Aspekte der Nutzung von Zoom verdeutlichen. Sie finden Die Supportseite hinter folgendem Link:

 https://support.zoom.us/hc/de

Bitte schauen Sie sich das Dokument an, auch wenn Sie schon Zoom-Profi sind. Es gibt sicher noch den ein oder anderen relevanten Hinweis. Das Dokument finden Sie übrigens hier.

Lassen Sie uns gemeinsam das digitale Zeitalter im Gasthörer- und Seniorenstudium einläuten, Erfahrungen sammeln und bei Anlaufschwierigkeiten mal ein Auge zudrücken…

 

Nun viel Freude beim Stöbern im digitalen Semesterprogramm!


 

Universum Beethoven

Leitung: Dr. Leopolodo Siano

Aufgezeichneter Vortrag: ab 14. Mai 2020 verfügbar (den Link zum Vortrag erhalten, auf Wunsch des Referenten, ausschließlich Empfänger*innen des Newsletters der Koost. Sollten Sie diesen nicht erhalten, schreiben Sie uns bitte per E-Mail an).

Erläuterung: Dieses Angebot wird vom fgs finanziert.

Auch wenn nicht unendlich, ist Beethovens musikalisches Oeuvre doch äußerst umfangreich. Die Gesamtheit seiner Musikwerke, Skizzen, Tagebücher, Konversationshefte und Briefe zu studieren, könnte ein ganzes Leben in Anspruch nehmen. Darüber hinaus ist die Literatur über Beethoven nunmehr so unübersehbar geworden, dass es unmöglich ist, einen Überblick auch nur über die wichtigsten Interpretationen zu haben. Wenn man wagt, etwas über Beethoven zu sagen, ist es nicht schwer, sich im Dschungel des bereits Gedachten und bereits Geschriebenen zu verlieren.

Gerade im Beethoven-Jahr 2020 wäre es wünschenswert, dass der Bonner Komponist wieder unpopulär wird. Um seine Musik und deren geistige Botschaften mit neuen Ohren wahrzunehmen, kann der Versuch heilsam sein, sie im Spiegel des „Anderen“ zu hören. In diesem Vortrag werden wir uns mit unkonventionellen Seitenblicken schöpferischer Persönlichkeiten (nicht nur Komponisten, sondern auch Maler, Schriftsteller und Denker), die sich mit Beethovens Werk kreativ auseinandergesetzt haben, beschäftigen. Namen wie Gustav Klimt, Thomas Mann und Karlheinz Stockhausen verdeutlichen dabei das Panorama.


 

Die Krise als Chance und Gefahr für die Krise - Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Fortgang des Klimawandels

Leitung: Timo Karl M.A.

Aufgezeichneter Vortrag:

Teil 1:
https://uni-koeln.sciebo.de/s/gfK24PdeYdAdsU8
Ablaufdatum: 30.6.2020

Teil 2:
https://uni-koeln.sciebo.de/s/wnhc0ewWo38Fzwd
Ablaufdatum: 30.6.2020

Erläuterung: Dieses Angebot wird vom fgs finanziert.

In der Krise hilft es Menschen stets sich positive Merkmale und Errungenschaften vor Augen zu führen, da andauernder Pessimismus die psychischen Abwehrkräfte schwächt. Da erscheint es willkommen, dass Klimawissenschaftler plötzlich erstaunliche Entwicklungen vermelden können, die vor zwei Monaten noch gänzlich ausgeschlossen waren. Die globalen Emissionen sinken im Zuge des globalen Shutdowns, Deutschland wird nun vermutlich doch die angestrebten Emissionsminderungen bis 2020 erreichen. Doch ebenso warnen Klimawissenschaftler vor einem trügerischen kurzfristigen Effekt, dem ein umfangreicher „Jo-Jo-Effekt“ folgen wird, wenn die auf die Krise folgenden Wirtschaftspakete klimaunsensibel ausgestaltet werden. Daher arbeiten zahlreiche klimapolitische Think-Tanks bereits an Studien und Vorschlägen, wie der wirtschaftliche (Wieder-)Aufbau und ökologische Verbesserungen zusammengedacht werden können. In diesem Kontext werden wir in unserem digitalen Seminar den klimapolitischen Status-Quo und die verschiedenen Zukunftsszenarien kennenlernen und diskutieren.


 

Digital Natives und Silver Surfer – Ein Blick auf das Nutzungsverhalten, die Chancen und die Risiken digitaler Technologien in verschiedenen Generationen

Leitung: Gerlind Rennoch

Aufgezeichneter Vortrag:

https://uni-koeln.sciebo.de/s/NZ4gn0pn12dE43I

Ablaufdatum: 30.6.2020

Erläuterung: Dieses Angebot wird vom fgs finanziert.

Der digitale Wandel ist in vollem Gange. Für viele Menschen gehört die Nutzung des Internets unabkömmlich zum täglichen Leben dazu. Und gerade in Zeiten der Corona-Pandemie wird immer wieder auf die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Kommunikation hingewiesen. Doch, wie ist der Stand der Digitalisierung in Deutschland tatsächlich? Haben alle Menschen die gleichen Möglichkeiten, an der Digitalisierung teilzuhaben? Wie stellt sich die zunehmende Digitalisierung für ältere und insbesondere hochaltrige Menschen dar? Welche Chancen und Risiken gehen mit der Digitalisierung einher? Kann die Digitalisierung dabei helfen, das psychische Wohlbefinden zu erhöhen?

Diese und weitere Fragen werden in einem einstündigen Vortrag aufgegriffen.


 

Zukunftsinvestitionen in Zeiten der Corona-Pandemie

Leitung: Dr. Michael Thöne

Aufgezeichneter Vortrag:

https://uni-koeln.sciebo.de/s/ywNXScx6pm7Shiq

Ablaufrist: 30.6.2020

Erläuterung: Dieses Angebot wird vom fgs finanziert.

Beim wirtschaftlichen Neustart nach der akuten Phase der Corona-Krise wird sich zeigen, wie viel wir aus der letzten Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 gelernt haben. Insbesondere wird es darum gehen, die richtige Balance zwischen kurzfristig notwendigen und langfristig klugen Politikimpulsen zu finden. Mit einem Schwerpunkt auf die Finanzpolitik stellt Michael Thöne in seinem Vortrag die unterschiedlichen Anforderungen erfolgreicher Konjunkturbelebung und tragfähiger Zukunftsinvestitionen vor und diskutiert mögliche Lösungen.


 

Umgehen mit der Krise ohne konkretes Gegenüber. Resilient trotz social distancing?   

Leitung: Dr. Anna Janhsen

Dieser Vortrag fällt leider aus!

Erläuterung: Dieses Angebot wird vom fgs finanziert.

Immer wieder erleben wir in unserem Leben krisenhafte Situationen, die uns an unsere Grenzen bringen. Auch die momentane Lage lässt sich als eine solche Krise beschreiben, da sie von existentieller Bedeutung ist und ihr Ausgang offen. Für den Umgang mit solchen Krisen wird in den letzten Jahrzehnten zunehmend das Konzept der Resilienz ins Gespräch gebracht. Ein wichtiger Teil davon scheinen normalerweise soziale Kontakte zu sein, die sich jedoch auch angesichts von social distancing gerade anders gestalten als üblich. In diesem Vortrag soll daher einerseits grundlegend der Frage nachgegangen werden, wie interpersonelle Beziehungen sich auf den Umgang mit Krisen auswirken können und was in diesem Kontext mit Resilienz gemeint ist. Andererseits möchte ich mit Ihnen gemeinsam darüber ins Gespräch kommen, was in der aktuellen Situation zum Umgang mit dieser Krise hilft und inwiefern sich der Resilienzdiskurs dadurch ggf. nochmal anders präsentiert bzw. konturiert.


 

In Zeiten wie diesen ... Solidarität, Zynismus und Ignoranz — Politische Denkanstöße zur Krise

Leitung: Prof. Wolfgang Leidhold

Live Vortrag: Anbei finden Sie den Link zur Aufzeichnung vom 16. Juni 2020: https://uni-koeln.sciebo.de/s/tmnY2VgbQU2riTM

Hinweis: Der Vortrag inkl. Diskussion wurde via Zoom aufgezeichnet und steht so auch Gasthörerinnen und Gasthörern, die den Vortrag nicht live verfolgen konnten, steht er so bis Ende Juni 2020 per Link zur Verfügung.

Erläuterung: Dieses Angebot wird vom fgs finanziert.

Corona wirft den Alltag über den Haufen. Selbstverständliches wird außer Kraft gesetzt. Die Gesellschaft rückt zusammen. Ein Stichwort macht Karriere: Solidarität. War das nicht lange Zeit bloß eine Domäne von Gewerkschaften, Sozialisten und Sozialromantikern? Waren wir nicht gerade noch stolze Individualisten? Diese Kehrtwendung nötigt zum Nachdenken: ein Pro und Contra zum Stichwort „Solidarität“.


 
Die Europäische Union und die Corona Epidemie: der Europäische Rat (d.h. die EU - Führungsgruppe) als Krisenmanager

Leitung: Prof. Wolfgang Wessels

Aufgezeichneter Vortraghttps://uni-koeln.sciebo.de/s/RnUay7VzqO8zbUv

In einem wissenschaftlichen Gespräch entfaltet, erläutert und analysiert Professor Wessels das Thema. 

Erläuterung: Dieses Angebot wird vom fgs finanziert.

Wie bereits in vergangenen Krisen hat der Europäische Rat auch dieses Mal wieder die Rolle des Krisenmanagers der Europäischer Union übernommen. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich die Staats- und Regierungschefs regelmäßig getroffen, um effektive europäische Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus zu beschließen. Die Schlussfolgerungen zeigen ein einheitliches Verständnis der Herausforderungen über alle Mitgliedstaaten hinweg. Nichtsdestotrotz zeigen sich auch typische Konfliktlinien zwischen südlichen und nördlichen Staaten hinsichtlich finanzieller Hilfsinstrumente.


 
Geteilte Macht, gestärkte Stabilität? Politische Krisen, Covid-19 und der Föderalismus

Leitung: Dr. Eva-Marlene Hausteiner

Aufgezeichneter Vortrag: https://uni-koeln.sciebo.de/s/ivXfPp2DjaO0Dr8

Erläuterung:

Der seit den Reformen von 2006 und 2009 eher zurückweichende bundesdeutsche Föderalismus erlebt mit Beginn der Covid-19-Pandemie ein Comeback: Unternehmensförderungen, Lock-Down-Regelungen und Reisefreiheit richten sich nach innerdeutschen Grenzen. Gleichzeitig kompensieren im US-Föderalismus die einzelnen Bundesstaaten auf sehr unterschiedliche Weise das Versagen der Zentralregierung. Aber inwiefern ist föderale Macht- und Gewaltenteilung überhaupt eine geeignete Verfassungsvorkehrung zur Herstellung politischer Stabilität, gerade in Krisenfällen? Welche stabilisierenden Vorteile haben föderale Arrangements - und welche destabilisierenden Nachteile? Der Vortrag wird diese Frage aus begriffskritischer und ideengeschichtlicher Perspektive beantworten und dabei auf konkurrierende Begriffe von Stabilität und Föderalismus, vor allem aber auf das kontroverse Stabilitätsversprechen des Föderalismus eingehen.


 

Auf Kölner Straßen das Handwerk im Mittelalter erfahren

Leitung: Wilfried Hüsch (Gasthörer an der Universität zu Köln)

Aufgezeichneter Vortrag: https://uni-koeln.sciebo.de/s/Pdc5uBvnTzwVxJo

Erläuterung:

Ein Blick auf den Kölner Stadtplan, ein Spaziergang durch die Kölner Altstadt erlaubt Rückschlüsse über die Handwerke, die dort im Mittelalter ausgeübt wurden. Wir kennen den Waidmarkt, den Blaubach, die Weberstraße, Unter Goldschmied, Unter Taschenmacher, die Malzmühle, das Seidmacherinnengässchen usw. Ziel dieser Einführung ist es, einen Ausblick auf mögliche und denkbare Forschungsprojekte in diesem Themenbereich zu ermöglichen. Wir wollen dann etwas über das Handwerk in diesen Straßen erfahren, erforschen wie man dort gearbeitet hat, wie das Handwerk in Zünften organisiert war, welche wirtschaftliche Bedeutung es hatte und wie es auch den Niedergang in der Neuzeit erlebt hat.